Der Bachelor und die Bachelorette

GD_Tim Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: “Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!” Ich glaube, ich weiß erst seit letztem Wochenende was das wirklich bedeutet. “Was mag denn da nur passiert sein?” denkt sich jetzt der neugierige Gemischtes-Doppel-Leser (es sei denn, er war Freitag dabei – was, wenn ich einen Blick auf unsere Besuchzahlen werfe sehr wahrscheinlich ist). Ich will es Euch erzählen:

Wir saßen Freitag Abend mit V. und P. gemütlich bei uns auf der Couch und hatten uns gedanklich schon auf einen chilligen Abend eingestellt, als es sehr unverhofft (zumindest für 2 von uns) und heftig an unserer Tür klopfte. Im 1. Moment dachte ich, das ist bestimmt mein zukünftiger Schwiegervater (ja, ich werde heiraten – das wird später noch wichtig für die Geschichte, also gut merken!), der uns gerne mal unangekündigt besucht oder unser “spezieller” Nachbar (ich hoffe, das ist politisch korrekt), der gerne mal mit freiem Oberkörper die Tür aufmacht oder Fanta im Hausflur verschüttet (das ist wiederum total unwichtig und kann sofort wieder vergessen werden).

Ein bisschen verschreckt (das ist total untertrieben, ich war furchtbar irritiert!) haben wir dann die Tür aufgemacht, obwohl ich durch den Türspion nix sehen konnte, weil der zugehalten wurde (aber auch das ist etwas, das mein zukünftiger Schwiegervater machen würde). Als dann anschließend fast alle unsere Freunde durch die Tür strömten, schossen mir folgende Gedanken durch den Kopf (auch in etwa in dieser Reihenfolge):

“Gott sei Dank, es ist nicht der halbnackte Nachbar!”

“Komisch, wir feiern doch erst nächste Woche. Was machen die alle hier…?”

“Oh je, soviel Bier haben wir nicht im Haus”

“Witzig, ich hab noch nie so viele Leute gleichzeitig durch diese Tür kommen sehen!”

“Mensch, das ist aber toll, wer da so alles kommt”

“Wieso gucken die eigentlich alle so verschwörerisch?”

Vielleicht erklärt das an der stelle auch meinen Gesichtsausdruck, der  – um es mit den Worten der Werbung zu sagen – wohl “priceless” gewesen sein muss. Relativ schnell wurden wir dann aufgeklärt, dass wir ja nicht einfach ohne Jungesell(inn)en Abschied heiraten können und das dies der Grund für den plötzlichen, rapiden Anstieg der Anzahl an Menschen in unserer Wohnung  sei.

Noch mulmiger wurde mir dann zumute, als man mir eröffnete, ich solle bitte Badehose, Badekappte (Badekappe?? Wer kam eigentlich auf die Idee?) Handtuch und ein Ersatz-T-Shirt einpacken. (Da dachte ich kurz, ich muss jetzt in der Emscher baden gehen, oder so) Nach einem letzten gemeinsamen Foto musste ich mich dann schweren Herzens von meiner bessern Hälfte trennen und fuhr mit “meinen Jungs” (ich schreib das jetzt einfach mal so) nach einem “Tank”stop auf die A40 Richtung Holland.

Letzendlich musste ich dann doch nicht baden gehen, sondern durfte nach gut 10 Jahren mal wieder ne Partie “Laser-Shooter” spielen und kleine, dänische Kiddies mit Laserstrahlen in den temporären,virtuellen Tod schicken. (Wer auch mag, fährt hierhin). Nach kurzem Zwischenstop beim König der Burger, wo ich nicht nur eine üppige Mahlzeit genießen durfte, sondern gleich auch noch die Grundlagen für meine kommende, international erfolgreiche Karriere als Mode-Designer legen konnte, haben wir uns dann wieder mit dem Mädels im Oberhausener “Altenberg” getroffen.

Der Rest des Abends ist ein buntes, tolles Wirrwarr von Eindrücken und Erinnerungen, so dass mir an dieser Stelle eigentlich nur noch eins bleibt: Nochmal tausend Dank für einen unvergesslichen Abend sagen und Euch allen versichern: Ihr seid die besten Freunde, die man sich wünschen kann!

Jetzt kann die Ehe kommen…

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Kiki Comicmund FilterEs gibt so ein paar Aussagen von Leuten die ich, seit den von Tim beschriebenen Eeignissen, in einem anderen Licht sehe. Beispielsweise:

Es ist Mittwoch Abend, ich sitze bei meinen Eltern, wir reden über das bevorstehende Osterwochenende an dem wir Sonntags im Garten das Lamm “grillen” wollen. Mein Vatter will mir Gartenarbeiten aufdrücken. Ich erwidere, dass ich dazu keine Zeit habe. Er fragt wieso nicht. Ich sage, dass wir Freitags aufräumen müssen, abends dann Besuch bekommen und Samstags erst zum Essen eingeladen sind und dann wieder Besuch bekommen.

Vatter: “Wer kommt denn Freitag?”

Ich: “V. und P.”

Vater: “Ja, dann denk ich mal werdet ihr Samstag schon erstmal so bis zwölf pennen.”

Ich: “Wieso datt denn? Wir machen nur nen gemütlichen Spieleabend.”

Vater: “Hm, ja keine Ahnung man weiß ja nie.”

Ich (schon leicht angenervt): “Watt? Mein Gott Vatter, wir spielen ein bißchen was und sind so um ein zwei Uhr im Bett. Wenn ich sag wir machen was gemütliches, dann glaub mir doch einfach mal!”

Vatter war natürlich eingeweiht!

Daran sieht man vor allem eines zweierlei: 1.) Meinem Vater darf man keine Geheimnisse anvertrauen! Niemals! Der verplappert sich echt immer. Aber man sieht auch was anderes: im LEBEN hätte ich mit dieser Aktion nicht gerechnet. Der hätte sogar sagen können: “Ja keine Ahnung, vielleicht werdet ihr beiden noch überraschend zu eurem Junggesellen-/gesellinnenabschied entführt”, ich hätte den doof angekuckt und dann gelacht. Und den Gedanken im selben Moment wieder vergessen. Wieso?

Ich spreche jetzt ausnahmsweise mal genau die Personen an, die an der Sache beteiligt waren. Ich hätte nie gedacht dass ihr, obwohl ihr euch bis zu diesem Abend zum Teil nicht kanntet, gemeinsam so etwas auf die Beine stellen würdet. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so dermaßen überrascht von etwas, wie von der Tatsache dass ihr alle gemeinsam durch unsere Tür gekommen seid. Mein Gedanke war andauernd: “Wie sind die denn an DICH ran gekommen. WER hat das alles eingefädelt? Ich hab nicht genug Kram für so viel LEUTE hier. Ich MUSS träumen. Gott sei Dank hab ich ordentliche Sachen an und mich heute ausnahmsweise mal geschminkt. Wieso musstest du dieses SANDWICH essen ?”

Ich kann gar nicht ausdrücken wie dankbar ich jedem einzelnen für diesen Abend bin. Denen die das alles geplant haben, natürlich ganz besonders! Aber wirklich nicht weniger besonders denen, die mitgemacht  und den Abend einfach unvergessen gemacht haben. Ihr seid so unfassbar gut! Und jetzt wo ihr euch alle kennt, will ich noch mehr so Abende :)

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2 Gedanken dazu

  1. 1

    Mann, ey! Da hätte Dein Papa ja fast alles gespoilert! Ts ts… ;)

    Schön, dass wir Euch so glücklich gemacht haben, das war das Ziel. :)

    Samstag geht’s direkt weiter, har har!

  2. 2

    Zuviel Sandwiches machen so furchtbar träge… Dank auch an euch! Ihr seid nämlich auch super :-) wooohoooo!

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